Liken, was das Zeug hält

Eine komische Kultur nistet sich gerade bei Facebook ein. Da wird geliked, des Likens wegen.

Im Klartext: Der Button Gefällt mir oder Like bei Facebook ist ursprünglich dafür gedacht gewesen, guten Content mit einer kleinen Anerkennung auszustatten. Ein kurzes “Hey, schöner Artikel, schönes Foto, das sagt mir zu”. In letzter Zeit sprießen aber Seiten mit Sprüchen oder Witzen, die den alleinigen Zweck erfüllen sollen, auf Facebook geliked zu werden. Eine Sammlung von Sätzen wie “Wer mich in Jogginghose nicht liebt, hat mich gestylt nicht verdient!!”, die nach dem Klicken auf dem eigenen Profil verlautbaren lässt, dass man genau diesen Spruch mag. Die bekanntesten Vertreter sind i-like.tk und mir-gefaellts.de. Hier gibt es außerdem die Möglichkeit, einen eigenen Text zu verfassen, der dann bei Facebook mit einem Gefällt mir übernommen wird. Für die Betreiber ist es vielleicht ein kluger Schachzug gewesen, die Like-Funktion Facebooks in dieser Form für sich zu nutzen. Aber ein solches Liken finde ich völlig daneben. Die Aussagen wirken überwiegend billig und das massenweise Liken von jedem sinnlosen Satz mindert die Wertigkeit des Buttons an sich. Die Überflutung der Facebook-Timeline lasse ich dabei mal außen vor.

Man entschuldige bitte die ganzen Anglizismen.

3 Kommentare zu “Liken, was das Zeug hält

  1. Sehe ich ganz genauso. Wir haben in der letzten Folge der Stammstrecke (http://stammstrecke.org Folge 10) darüber gesprochen.
    Eigentlich sollte man den Like Button mit einem Kommentar verknüpfen. Das würde die ‘Gefällt mir’ Flut etwas eindämmen.

  2. Dolomiten

  3. Bergfreunde

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