
Quelle: festspielhaus-afrika.com
Schlingensief ist tot. Es hat nicht jeder was mit ihm anfangen können und auch ich habe nicht alles verstanden, was er sich ausgedacht hatte. Vieles ging unbemerkt an mir vorrüber. Seine Idee vom Operndorf Afrika aber, finde ich klasse. Auf der Seite des Projekts wird die Idee so beschrieben:
In der Nähe von Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, entsteht bereits seit Januar 2010 das Operndorf mit Schulen, Film- und Musikklassen, Proberäumen, einem Gästehaus, einer Theaterbühne und einem Festsaal, Café, Restaurant, Büros, Werkstätten, Siedlungen, Fußballplatz, Agrarflächen und einer Krankenstation. Nicht in Europa am Reißbrett, nicht nach Maßgabe der Geldgeber, sondern vor Ort und nach eigenem Ermessen der dort lebenden Menschen, wird es experimentell entwickelt und wie ein Schneckenhaus von innen nach außen ausgebaut.
Zunächst war nur ein Theater geplant. Nun soll ein Dorf entstehen, das organisch wächst, ohne Vorgaben von außen. Schaut Euch einfach die kurze Erklärung an, die Schlingensief selbst gesprochen hat. Auf dem Blog findet ihr außerdem Beiträge von ZDF info und 3sat.
Das Projekt wird auch nach Schlingensiefs Tod fortgesetzt. Wer es unterstützen will, kann hier spenden. Unter anderem hat auch Herbert Grönemeyer 100.000 Euro für das Operndorf Afrika zur Verfügung gestellt.



Ich bin begeistert von dem Projekt. Das ist Entwicklungsarbeit (nicht _hilfe!!) wie sie sein sollte! Bedürfnisgerecht mit dem Gedanken der Hilfe zur Selbsthilfe. Wie kommt es, dass ich vorher noch nichts davon gehört habe??