Als ich vorgestern mit dem Auto von Leipzig nach Nürnberg unterwegs war und dabei lautstark Musik hörte, fragte ich mich, was wohl wäre, wenn es Musik und Melodien nicht gäbe. Stellt Euch vor, uns wären Notenkombinationen gänzlich unbekannt. Alles würde monoton nur auf einer Tonhöhe stattfinden. Radiosender würden nur Wort senden, höchstens vielleicht noch Percussion-Stücke. Plattenfirmen und Sänger würde es nicht geben und die damit verbundenen Castingshows würden uns auch erspart bleiben.
Doch der wirklich schlimme Gedanke dabei ist nicht der eben angesprochene wirtschaftliche, sondern vielmehr der emotionale. Was würde uns in den verschiedensten Stimmungslagen akustisch unterstützen? Liebeskummer, Geburtstage, Sport – ohne Musik? Kein “Rock im Park”, kein “Taubertal Festival”. Musik ist für mich einer der wesentlichen Bestandteile des Lebens. Leider bin ich nicht allzu begabt, um selbst Musik machen zu können. Dabei würde ich manchmal verdammt gerne Gedanken und Gefühle in Musik packen, gesanglich. Aber mit meiner Blockflöte komme ich da nicht sehr weit.
Der DJ im Parkhaus des Stadttheaters Fürth hat übrigens auch ein großartiges Talent. Nach “Romeo und Julia” lief Xavier Naidoo mit “Sie sieht mich einfach nicht”. Musik ist Leben, so philosophisch das auch klingen mag, es ist die Wahrheit.