Jahres-Archiv: 2009

Die letzten Stunden in 2009

Sende Euch liebe Grüße aus Wien und wünsche einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ein besinnlicher Gruß

Liebe Leser dieses Blogs,

das Jahr 2009 geht zu Ende. Ich blicke auf ein für mich äußerst positives Jahr zurück. Mein Leben wurde durch eine Frau bereichert, die mich unglaublich glücklich macht. Meine Arbeit macht mir nach wie vor viel Spaß, nur das Leiten von Basketball-Spielen muss ich jobbedingt nahezu einstellen. Das ist wohl das schwere Los der am Wochenende arbeitenden Bevölkerung.

Ich möchte mich wie jedes Jahr bei allen bedanken, die mir auch in der “Ferne” die Treue gehalten haben. Bei meinen echten Freunden, bei meiner Freundin Sophia fürs mich Aushalten, bei allen Menschen, die ich in diesem Jahr kennenlernen durfte, bei allen Hörern von 90elf und beim fantastischen Team im RADIOZENTRUM Leipzig.

Für das kommende Jahr plane ich, auf dieser Seite wieder mehr Podcasts anzubieten. Die Vorbereitungen hierfür laufen bereits.

Feiert schön Weihnachten und kommt gut ins neue Jahr!

Die Bahn macht mich zur Frau

Kundenservice wird nicht bei allen Firmen groß geschrieben. Zum Glück gibt es das Service-Team der Deutschen Bahn, das innerhalb eines Tages auf meine Mail geantwortet hat. Auch wenn ich mir dessen bewusst bin, dass mein Spitzname “Konni” durchaus auch einer Frau zugeordnet werden kann, wundere ich mich schon ein wenig, mit diesen Worten begrüßt zu werden:

Sehr geehrte Frau Winkler,
vielen Dank für Ihre E-Mail.

Schließlich sieht das Formular, das die Bahn bekommen hatte, so aus:

Anrede: Herr
Vorname: Konstantin
Nachname: Winkler

Meine Anfrage hatte ich mit meinem vollständigen Namen unterschrieben. Außerdem betraf meine Anfrage ein Onlineticket, auf dem mein Geschlecht korrekt vermerkt ist. Muss man nicht verstehen, oder? Wenigstens wurde mein Anliegen zu meiner Zufriedenheit beantwortet. Ist ja auch nicht immer so.

Wikipedia für die Hosentasche

Die kostenlose Enzyklopädie Wikipedia ist ein nützlicher Helfer. Egal ob privat oder beruflich, ich nutze das Portal sehr gerne, um schnell Informationen nachzuschlagen. Allerdings ist es ratsam, die gefundenen Einträge mit einer weiteren Quelle zu vergleichen, um auf Nummer Sicher zu gehen. Wer eine Datenflatrate fürs Handy hat ist gut bedient, er kann Wikipedia auch mobil nutzen und unterwegs recherchieren. Für alle anderen empfiehlt sich der WikiReader.

The Wikireader

Unabhängig von einer bestehenden Internetverbindung hat der kleine, handgroße Helfer 3 Millionen Begriffe gespeichert. Dabei besitzt das Gerät nur drei Knöpfe und einen Touchscreen. Die Bedienung ist also auch für technisch weniger versierte Menschen kein Problem. Betrieben wird das wandelnde Lexikon mit zwei AAA-Batterien. Laut dem Hersteller sollen diese ein ganzes Jahr lang Strom liefern. Die Begriffe und deren Erklärungen sind auf einer microSD-Karte gespeichert. Und weil sich Wikipedia schnell weiterentwickelt und innerhalb kürzester Zeit aktualisiert, sind in regelmäßigen Abständen Updates möglich. Entweder per kostenlosem Download oder in einem zweijährigen Abo für 29 Dollar. Entscheidet man sich für die zweite Variante, werden einem die Updates direkt auf einer microSD-Karte per Post zugeschickt. So bleibt der Wikireader auf dem aktuellen Stand.

Das Lexikon für unterwegs kostet 99 US-Dollar, umgerechnet also knapp 67 Euro zzgl. Versand.

Vorteile

+ Keine Onlineverbindung notwendig
+ Überall verfügbar
+ Gut leserliches Display
+ Lange Batterie-/Akkulaufzeit
+ Kostenlose Updates via Download

Nachteile

- Updates erscheinen zwar regelmäßig, aber nicht oft genug

Doherty und die Deutsche Hymne

Die Besucher des on3-Festivals zuckten für einen Moment zusammen. Hatten sie sich verhört oder sang Pete Doherty tatsächlich aus der ersten Strophe des Deutschlandlieds vor? “Deutschland, Deutschland über alles!”, ertönte es im Studio 1 des Bayerischen Rundfunks. Die betreffende Zeile war in der NS-Zeit Teil der Deutschen Hymne. Und es war tatsächlich der Frontmann der Band Babyshambles, dessen Gig auch auf der Kulturwelle Bayern 2 live zu hören war. Dabei hatte beim Festival niemand mit Doherty gerechnet. Er wurde als Überraschungsgast gebucht und war als Höhepunkt des Festivals gedacht. Zuvor spielten viele kleinere Bands, ehe sich Pete Doherty wohl unwissentlich diesen Faux Pas erlaubte.

Wer über die Drogen- und Alkoholexzesse Dohertys Bescheid weiß, muss sich nicht wundern, wenn sich der Brite daneben benimmt. Er ist für seine Entgleisungen bekannt. In der Stellungnahme des Bayerischen Rundfunks hieß es, man habe zum nächstmöglichen Zeitpunkt das Konzert abgebrochen. Für viele ging das wohl nicht schnell genug, liest man in den Kommentaren auf dem on3-radio Blog.

Eigentlich ein Armutszeugnis für einen öffentlich-rechtlichen Sender, einen solchen Vorfall nicht unverzüglich handhaben zu können. Pete Doherty hat sich unterdessen für seinen Fehler entschuldigt, allerdings erst nachdem ihn der Bayerische Rundfunk dazu aufgefordert hat. Sein Management ließ verlautbaren, dass Doherty selbst jüdischer Abstammung sei und sich bereits in der Vergangenheit gegen Rassismus und Faschismus engagiert habe, unter anderem in der Organisation “Love Music Hate Racism“.

Bambi 2009 – Zum Wegschauen

Zugegeben, lange habe ich es vor dem Fernseher nicht ausgehalten. Bei der Bambi-Verleihung in Potsdam habe ich nur auszugsweise zuschauen wollen. Das Moderatorenduo Tom Bartels und Katarina Witt waren eine mittelschwere Katastrophe. Herr Bartels mit dem gefühlten Stock im Allerwertesten, Frau Witt mit aufgeschriebenen Gags, die weder lustig waren noch gut präsentiert wurden. Bartels mag als Sportkommenator einen guten Job machen, vor der Kamera wirkt er mir zu steif. Witt finde ich sehr sympathisch, solange sie nicht vor dem Mikro steht und moderieren muss. Das ist sicherlich keine ihrer Stärken.

Als dann die Scorpions als Laudatoren derart offensichtlich (und schlecht) vom Teleprompter ablasen, verging mir endgültig die Lust. Immerhin sah ich die nette Rede von Karl-Theodor zu Guttenberg, die aus aktuellem Anlass von dessen Frau vorgetragen wurde und die Ehrung des fantastischen Christoph Waltz. Hoffentlich bekommt er auch den Oscar, er hätte ihn verdient. Weshalb Shakira allerdings in diesem Jahr eine Auszeichnung (“Pop International”) erhielt, ist für mich nicht ganz nachvollziehbar. Es gäbe eine große Anzahl von Künstlern, die 2009 im Pop-Geschäft durchaus mehr Erfolg hatten.

Aufsteiger schlägt Meister

Immer wenn der 1. FC Nürnberg in einem Spiel in Führung geht, werde ich in den letzten Minuten der zweiten Halbzeit nervös. Eigentlich werde ich immer nervös, unabhängig vom aktuellen Spielstand. Schon zu oft saß ich vor dem Fernseher oder dem Radio und hörte wie in der Nachspielzeit entscheidene Tore gegen Nürnberg fielen. Dann war die Stimmung meistens im Keller. Ungefähr so wie der Club noch vor diesem Spieltag.

Heute sollten die letzten Minuten im Auswärtsspiel gegen den Deutschen Meister VfL Wolfsburg schön werden. Ausnahmsweise. Wider Erwarten raffte sich der Club auf und konnte mit einem Konter den Siegtreffer zum 3:2 in der Volkswagen-Arena erzielen. Peer Kluge erlöste mich im Konferenzstudio von 90elf in der dritten Minute der Nachspielzeit. Und überhaupt war das eines der besten Spiele, das ich von Nürnberg in der letzten Zeit gesehen habe. Nicht zu Unrecht sagte unser Reporter Stefan Grothoff, dass Nürnberg woanders stehen würde, könnten sie diese Leistung immer abrufen. Das war einfach schöner Fußball, toll kombiniert, schön herausgespielt – übrigens auch von den Wolfsburgern. Eine Klatsche hatte ich erwartet, ich wurde eines Besseren belehrt und freue mich nun umso mehr, meinen Feierabend anzutreten. Mit 3 Punkten im Gepäck und dem 14. Tabellenplatz. Die Abstiegszone bleibt jedoch nach wie vor in gefährlicher Nähe. Auf Lorbeeren kann sich Trainer Michael Oenning also nicht ausruhen.