Jahres-Archiv: 2007

Spaß im ICE

Normalerweise nutze ich die sieben Stunden Zugfahrt nach Nürnberg um etwas Schlaf zu bekommen. Doch dieses Mal sollte alles anders werden. Im ICE lernte ich Ramona, Nadine und Marlene kennen. Eigentlich kamen wir eher per Zufall ins Gespräch, durch ein kleines Reservierungs-Wirr-Warr. Selten war eine Zugfahrt so unterhaltsam und kurzweilig. Zwei der Mädels stecken in einer Fernbeziehung (Würzburg – Hamburg), Nadine hat eine solche hinter sich und war der Meinung, dass das nicht funktionieren kann – zumindest bei ihr. Da boten wir natürlich Paroli. Unterhaltsam war auch der Bundeswehrsoldat, der zwei Reihen vor uns ein Warsteiner nach dem nächsten getrunken und lautstark zur Musik seines mp3-Players “gesungen” hat. Immer wieder griff er zum Handy und lallte seinen Kumpel zu, er solle doch die Musik lauter machen, er würde am Telefon nichts hören. WTF?!

In Wismar war es übrigens überraschenderweise sehr mild. Auch der sonst nervige, kalte, ins Gesicht peitschende Wind blieb nahezu aus. Bei dem Wetter fängt Katharina jetzt wieder verstärkt mit Stricken an und ich kann stolz davon berichten, selbst eine Maschenreihe gestrickt zu haben. Petra bei Star FM bezeichnete dies heute kurzum als “schwul”. Wie dem auch sei, Katharina behauptet ja, dass Stricken ein Trend ist, der auch bald in Deutschland Einzug hält. Da bin ich mal gespannt.

Wenn der Kater kommt…

Mein Körper ist stocksauer auf mich. Das letzte Mal, dass ich das Fitnesstudio von innen gesehen habe, war vor meinem Griechenlandurlaub. Heute musste ich feststellen, dass sich diese Abstinenz auch bei den Gewichten bemerkbar macht. Bei jeder Muskelgruppe musste ich eine Stufe zurückgehen, um die 3 x 20 Wiederholungen zu schaffen. Frustrierend. Ganz davon abgesehen, dass ich morgen auf dem Weg nach Wismar wohl einen bösen Muskelkater haben werde. Ab der kommenden Woche will ich wieder mit mehr Disziplin an die Sache rangehen. Jetzt aber erstmal das Wochenende an der Ostsee genießen.

Bublath zeigt Klasse

Manchmal lohnt es sich eben doch den Fernseher einzuschalten. Montagabend hat Sandra Maischberger wieder zu sich eingeladen. Im Ersten ging es bei der Talkrunde “Menschen bei Maischberger” um Ufos, Engel und Außerirdische. Ein gewisses Gleichgewicht sollte hergestellt werden, indem man Gäste einlud, die an UFOs glauben, aber auch Wissenschaftler, die die Angelegenheit eher nüchtern betrachten. Im Speziellen geht es um die Sängerin Nina Hagen, die angab bereits früher einen Kontakt mit Außerirdischen gehabt zu haben und Joachim Bublath, dem ehemaligen Moderator der “Knoff Hoff”-Show und “Abenteuer Forschung”. Unterbrechen ließ sich Nina Hagen bei ihrer schier endlosen Schilderung weder von der Gastgeberin noch von Bublath. Diesem wurde die Talkrunde nach circa einer Stunde zu bunt, so daß er sich mit einem “Ich möchte nicht unhöflich sein, aber ich gehe” vor laufenden Kameras verabschiedete. Hagen hatte hingegen nichts besseres zu tun als sich lautstarkt über Bublaths Weggang zu freuen und ihn als “Evil Alien” zu bezeichnen. Nur um an dieser Stelle einmal die Krönung Hagens unangebrachter Art zu schildern. Ich habe mir nochmals die Mitschnitte der Sendung angehört. Das Verhalten von Hagen war unter aller Sau, da konnte selbst Maischberger mit einem flehenden “Herr Bublath, bitte bleiben sie” nichts mehr ausrichten. Die Show wurde ohne den ZDF-Wissenschaftsmoderator beendet.

Neues Design

Hier ist es nun, das konniwinkler.de Web 129.0. Zumindest dürfte die Anzahl der Änderungen meines Designs locker die 100 überschritten haben ;) Hoffe es gefällt!

Kein Respekt!

Wo ist eigentlich der Funke Anstand geblieben, den man haben sollte? Wie dreist muss man sein, eine Kultserie der 80er zu relaunchen ohne dem damaligen Hauptdarsteller eine Rolle zu geben? “Knight Rider” soll wieder kommen, allerdings ohne David “The Hoff” Hasselhoff. Wer den Michael Knight spielen darf, oder ob es gar einen neuen Besitzer für K.I.T.T. geben wird, ist derzeit noch unklar. The Hoff wird aber alles daran setzen zumindest eine Gastrolle zu ergattern. Auch rechnet er damit, dass die Fans seinen Auftritt fordern werden. Ich tue das hiermit! Gebt dem Hoff eine Rolle, verdammt nochmal!

Die Lange Nacht des Wartens

Mit einem neuen Besucherrekord können die Veranstalter der “Langen Nacht der Wissenschaften” das Event als durchaus erfolgreich bezeichnen. Weit über 20.000 Besucher haben in diesem Jahr in Nürnberg, Fürth und Erlangen wissenschaftliche Einrichtungen und Firmen wie den Bayerischen Rundfunk besucht. Auch Katharina und ich entschieden uns dazu, die Wissenschaftsnacht zu besuchen. In einer Excel-Tabelle hatten wir schon im Vorfeld die für uns interessanten Programmpunkte notiert und mussten schnell feststellen, dass wir hier etwas übereifrig waren. Der Veranstalter selbst schränkte schon im Vorfeld ein, mehr als 4-5 Stationen würden zeitlich eng werden. Und er hatte Recht. Das lag aber nicht zwingend an der unglaublichen Vielfalt, sondern vielmehr am schlecht organisierten Shuttleservice.

Ganze 50 Minuten standen wir an der Haltestelle Westpark und warteten auf die Linie 555, die uns zum Bayerischen Rundfunk führen sollte. Danach hatte ich keine Lust mehr in der Kälte zu stehen und wir haben uns darauf geeinigt mit dem Auto die Wissenschaftsnacht zu erkunden. Angekommen beim BR gab es gleich die erste Enttäuschung: Die Aufzeichnungen zur “alpha Centauri Nacht” mit Harald Lesch waren restlos ausgebucht. Also haben wir uns ein bisschen auf dem Gelände umgeschaut. Ich möchte nicht wissen wie angefressen ich gewesen wäre, wenn ich mit dem völlig überfüllten Shuttle dort angekommen wäre und die mich nicht reingelassen hätten. Dank meines Autos konnten wir recht schnell wieder weiter, diesmal in Richtung AERO Club Nürnberg am Flughafen.

Seit einiger Zeit informiere ich mich über die Ausbildung zum Privatpiloten und wollte meine Kentnisse weiter ausbauen und mich vor Ort erkundigen. Im Rahmen eines Vortrags konnte ich alle offenen Fragen klären. Jetzt muss ich nur noch das nötige Kleingeld (ca. 12.000 Euro) zusammensparen, ehe ich abhebe. Die nächste Veranstaltung führte uns an die Technische Fakultät nach Erlangen. BA kam wenige Minuten später hinzu. Katharina war hier ganz in ihrem Element und erklärte mir ausführlich die Gerätschaften im Maschinenbau und in der Werkstofftechnik. Darüber hinaus faszinierte mich ein Force Feedback Schaltknüppel, der verschiedene Kfz-Gangschaltungen simulieren konnte. “So, jetzt haben sie mal nen Mini Cooper… und jetzt die Schaltung eines 3er BMWs”. Eigentlich die selbe Technik wie in den Spielejoysticks, nur ausgereifter und mit kräftigeren Motoren. Ähnliche Systeme finden sich auch in Flugzeugen, damit der Pilot ein Gefühl für das Steuern bekommt. Schließlich wird bei einer Boing oder einem Airbus alles elektronisch übermittelt, so daß ein Widerstand simuliert werden muss.

Die letzte Station unserer langen Nacht war Areva in Erlangen. Der Konzern war zeitweise Marktführer im Bereich der nuklearen Energietechnik. Die Führung war ganz in Ordnung, viel lustiger war allerdings das Verhalten eines Besuchers. Nachdem der Areva-interne Bus zur Infohalle überpünktlich abgefahren ist, mussten wir zusammen mit anderen Leuten nachgefahren werden. Dort angekommen standen wir vor einer Glas-Schiebetür, die eigentlich via Infrarotsensor automatisch öffnet. Die Tür war jedoch zu, so dass ein Besucher aus Jux die Türe mit den Händen versucht hat aufzureissen. Genau in diesem Moment öffnete der Sicherheitsmann die Türe von innen, und so krachten die Scheiben durch die Krafteinwirkung an den Schienen entlang gegen die Wand . Nun war die Tür auf, ginig aber nicht mehr zu. Als ich während der Führung den Worten des französischen Mitarbeiters folgte, fiel mein Blick immer wieder auf diese Türe. Schätzungsweise fünf Leute haben über eine halbe Stunde lang versucht die Türe zum Schließen zu bringen. Erfolglos. Als wir den Gebäudetrakt verließen, musste die Türe per Hand aufgeschoben werden. Die Kombination aus französischem Dialekt und der Türproblematik verursachte in mir eine unglaubliche Freude, so dass ich immer wieder leise lachen musste. Manchmal auch etwas lauter.

Alles in allem eine schöne Nacht mit anfänglichen Schwierigkeiten und einem beim nächsten Mal hoffentlich besser organisierten Shuttleservice.

Egoismus bei der GDL

“Hauptsache wir bekommen mehr Geld, um jeden Preis”. Solche Gedanken hegt die Gewerkschaft deutscher Lokführer (GDL) wohl schon seit Wochen. Die immer wieder angedrohten Streiks wurden durchgeführt, sicherlich auf Kosten der Bahn, aber vielmehr auf Kosten der Pendler und Bahnreisenden. Morgen wollte Katharina kommen. Durch die inzwischen angekündigten Streiks könnte sich die ganze Vorfreude aber in Wut verwandeln. Im Nahverkehr von 02 bis 24 Uhr bundesweit gestreikt und nach Informationen des Wismarer Bahnhofs fährt dort wohl kein einziger Zug. Wie kann man eigentlich eine solch utopische Forderung von 31% mehr Lohn über Wochen aufrecht erhalten? Bei allem Verständnis für eine höhere Lohnforderung, man sollte dabei die Relationen nicht außer Acht lassen.

Wir müssen auf jeden Fall eine Alternative finden. Geplant ist die Fahrt via Bus zum Hamburger Hauptbahnhof, um von dort aus den unbestreikten Fernverkehr nach Nürnberg zu nutzen. Auch der Fernverkehr könnte durch stehengebliebene Züge beeinträchtigt werden. Ich will gar nicht wissen was in Berlin los sein wird. Hier streiken nicht nur DB Regio sondern auch die S-Bahnen. Eine unglaubliche Zumutung.

Leute, kommt von eurem hohen Ross runter und bleibt realistisch bei den Forderungen! Diese arrogante Haltung ist nicht auszuhalten.

Million Euro Challenge

Ein großer Wunsch ist nicht in Erfüllung gegangen. Schon seit Anfang September spiele ich bei verschiedenen Freerolls, um eine Wildcard für die “Million Euro Challenge” von Full Tilt Poker zu bekommen. Heute schien es ein erfolgreicher Abend zu werden. Doch die Fehleinschätzung einer einzigen Hand kostete mich sehr viele Chips. Hätte ich hier nicht gecallt sondern wäre rechtzeitig ausgestiegen, hätte ich relativ sicher einen der ersten 100 Plätze belegt und somit die Wildcard für Sonntag erhalten. Von 1300 Teilnehmern belegte ich am Ende den 117. Platz. Eigentlich eine tolle Leistung, die ich aber nicht anerkennen kann. Ich hab mir durch diesen einen Call die Teilnahme an dem Turnier vermasselt. Das ist gerade mehr als ärgerlich… Ich bin so wütend auf mich selbst.