Klassentreffen und die VAG

So schnell wird mich die Mojito Bar am Weinmarkt nicht mehr als Kunden begrüßen. Die Bedienung war unfreundlich, die Wartezeiten inakzeptabel und die Bestuhlung für zwei reservierte Tische unzureichend. Lassen wir mal die Tatsache außen vor, dass mich die Bedienung noch um fünf Euro betrügen wollte. Ansonsten war das diesjährige Klassentreffen aber wie immer eine lustige Veranstaltung. Lustig und interessant zugleich. Zwar hätten etwas mehr Leute anwesend sein können, doch das störte nicht weiter. Was sich innerhalb von sieben Jahren so verändert ist bemerkenswert. Die ehemaligen Mitschüler sind querbeet in Deutschland verteilt, haben teilweise Auslandserfahrung in Ländern wie Kuba oder Katar und einige stehen vor ihrem Doktortitel oder streben einen solchen an. Schön auch, dass ich mich mit Leuten unterhalten konnte, zu denen ich während der Schulzeit kaum Kontakt hatte. Nach der Mojito Bar zogen wir noch ins Downtown weiter, das wir aber aufgrund von Überfüllung wieder sofort verließen. Letztendlich verbrachten wir die Nacht in der Saigon Bar. Die Bilder zum Klassentreffen gibt’s hier.

Enttäuscht hat mich gestern Abend die VAG. Überpünktlich stand ich an der Haltestelle, um am Automaten ein “Tages Ticket Solo” zu lösen. Meinen 20-Euro-Schein verweigerte der Automat drei Mal. Erst dann merkte ich, dass nur Kleingeld und Fünf- bzw. Zehn-Euro-Scheine angenommen werden. Das ist absolut unbegreiflich und hat mit Service und Kundennähe nicht das Geringste zu tun. Die Straßenbahn fuhr mir vor der Nase weg und nachdem ich keine zwanzig Minuten warten wollte, rief ich ein Taxi. Danke, VAG!

Thema: Leben

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Kommentare

  1. Boah, hör mir auf mit der VAG oder dem angeblichen öffentlichen Nahverkehr, der von vorne bis hinten eine einzige Alibiveranstaltung ist. Solange die ihre Busse und Bahnen nur zu Zeiten durch die Gegend chauffieren in denen eh jeder in der Arbeit oder in der Schule ist und nachts nahezu den Betrieb einstellen, muss man eben weiterhin mehrmals die Woche einen Ausraster bekommen. Zum Beispiel dann, wenn man gerade mal wieder den Nightliner verpasst hat und bei dem arschkalten Wetter vom Aufsessplatz bis in die Nordstadt laufen muss. Aber die VAG hat offenbar noch nicht ganz kapiert dass es in Nürnberg auch Menschen gibt, die nicht um 19 Uhr ihre alternde Fettleibigkeit aufs Sofa wuchten und sabbernd vor dem Fernseher einschlafen. Partypeople sind auf ihre Füße angewiesen – oder aufs Auto. Und wenn sich dann wieder ein Fahranfänger völlig übermüdet oder alkoholisiert bei der Discotour tödlich um einen Baum wickelt, kommen alle daher und fragen sich betroffen wie das denn passieren konnte. Großes Kino. Das größte Weihnachtsgeschenk wäre also ein sinnvoll gestalteter Nahverkehr – nicht nur wenn die Sonne scheint, sondern vor allem dann wenn das Feiervolk auf Mobilität angewiesen ist. Überlegen bewegen.

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