Mit einem neuen Besucherrekord können die Veranstalter der “Langen Nacht der Wissenschaften” das Event als durchaus erfolgreich bezeichnen. Weit über 20.000 Besucher haben in diesem Jahr in Nürnberg, Fürth und Erlangen wissenschaftliche Einrichtungen und Firmen wie den Bayerischen Rundfunk besucht. Auch Katharina und ich entschieden uns dazu, die Wissenschaftsnacht zu besuchen. In einer Excel-Tabelle hatten wir schon im Vorfeld die für uns interessanten Programmpunkte notiert und mussten schnell feststellen, dass wir hier etwas übereifrig waren. Der Veranstalter selbst schränkte schon im Vorfeld ein, mehr als 4-5 Stationen würden zeitlich eng werden. Und er hatte Recht. Das lag aber nicht zwingend an der unglaublichen Vielfalt, sondern vielmehr am schlecht organisierten Shuttleservice.
Ganze 50 Minuten standen wir an der Haltestelle Westpark und warteten auf die Linie 555, die uns zum Bayerischen Rundfunk führen sollte. Danach hatte ich keine Lust mehr in der Kälte zu stehen und wir haben uns darauf geeinigt mit dem Auto die Wissenschaftsnacht zu erkunden. Angekommen beim BR gab es gleich die erste Enttäuschung: Die Aufzeichnungen zur “alpha Centauri Nacht” mit Harald Lesch waren restlos ausgebucht. Also haben wir uns ein bisschen auf dem Gelände umgeschaut. Ich möchte nicht wissen wie angefressen ich gewesen wäre, wenn ich mit dem völlig überfüllten Shuttle dort angekommen wäre und die mich nicht reingelassen hätten. Dank meines Autos konnten wir recht schnell wieder weiter, diesmal in Richtung AERO Club Nürnberg am Flughafen.
Seit einiger Zeit informiere ich mich über die Ausbildung zum Privatpiloten und wollte meine Kentnisse weiter ausbauen und mich vor Ort erkundigen. Im Rahmen eines Vortrags konnte ich alle offenen Fragen klären. Jetzt muss ich nur noch das nötige Kleingeld (ca. 12.000 Euro) zusammensparen, ehe ich abhebe. Die nächste Veranstaltung führte uns an die Technische Fakultät nach Erlangen. BA kam wenige Minuten später hinzu. Katharina war hier ganz in ihrem Element und erklärte mir ausführlich die Gerätschaften im Maschinenbau und in der Werkstofftechnik. Darüber hinaus faszinierte mich ein Force Feedback Schaltknüppel, der verschiedene Kfz-Gangschaltungen simulieren konnte. “So, jetzt haben sie mal nen Mini Cooper… und jetzt die Schaltung eines 3er BMWs”. Eigentlich die selbe Technik wie in den Spielejoysticks, nur ausgereifter und mit kräftigeren Motoren. Ähnliche Systeme finden sich auch in Flugzeugen, damit der Pilot ein Gefühl für das Steuern bekommt. Schließlich wird bei einer Boing oder einem Airbus alles elektronisch übermittelt, so daß ein Widerstand simuliert werden muss.
Die letzte Station unserer langen Nacht war Areva in Erlangen. Der Konzern war zeitweise Marktführer im Bereich der nuklearen Energietechnik. Die Führung war ganz in Ordnung, viel lustiger war allerdings das Verhalten eines Besuchers. Nachdem der Areva-interne Bus zur Infohalle überpünktlich abgefahren ist, mussten wir zusammen mit anderen Leuten nachgefahren werden. Dort angekommen standen wir vor einer Glas-Schiebetür, die eigentlich via Infrarotsensor automatisch öffnet. Die Tür war jedoch zu, so dass ein Besucher aus Jux die Türe mit den Händen versucht hat aufzureissen. Genau in diesem Moment öffnete der Sicherheitsmann die Türe von innen, und so krachten die Scheiben durch die Krafteinwirkung an den Schienen entlang gegen die Wand . Nun war die Tür auf, ginig aber nicht mehr zu. Als ich während der Führung den Worten des französischen Mitarbeiters folgte, fiel mein Blick immer wieder auf diese Türe. Schätzungsweise fünf Leute haben über eine halbe Stunde lang versucht die Türe zum Schließen zu bringen. Erfolglos. Als wir den Gebäudetrakt verließen, musste die Türe per Hand aufgeschoben werden. Die Kombination aus französischem Dialekt und der Türproblematik verursachte in mir eine unglaubliche Freude, so dass ich immer wieder leise lachen musste. Manchmal auch etwas lauter.
Alles in allem eine schöne Nacht mit anfänglichen Schwierigkeiten und einem beim nächsten Mal hoffentlich besser organisierten Shuttleservice.
Habe dich am Samstag, bei der langen nacht der wissenschaften im Bayrischen rundfunk erkannt
Erst war ich mir nicht sicher ob du das bist aber an der unverwechselbaren stimme hab ich dich dann erkannt…
Lg deine treue star FM hörerin
Hättest halt was gesagt
Ich nehm “unverwechselbare Stimme” jetzt einfach mal als Kompliment
Grüße zurück!
Ach ihr habt unsere Hochsicherheitstueren zerdeppert.
Ich glaub die Tueren oeffnen sich nicht automatisch durch den Sensor, sondern durch Betaetigung eines Tasters innen im Raum, deswegen konnte der Sicherheitsmann die Tueren oeffnen. Dadurch soll verhindert werden, dass Besucher einfach durch die Tuer uebers Firmengelaende laufen koennen.
Bitte um Erlaubnis deinen Blog bei mir verlinken zu duerfen.
LG
Tina
Wir haben da gar nix gemacht, das war der Typ in unserer Besuchergruppe
Du hast Recht, da hat jemand von innen einen Schalter betätigt und zeitgleich kam die Krafteinwirkung von dem netten Herren. Und klar kannst du mich verlinken!