Jahres-Archiv: 2007

30 Meter Schlange

Was der deutsche Bundesbürger auf sich nimmt, um den Kühlschrank über Neujahr voll zu haben, ist beachtlich. Im REWE-Markt meines Vertrauens standen die Leute 30 Meter an. Und das ist nicht übertrieben, sondern sogar großzügig geschätzt. Auch Katharina und ich haben uns in diese Schlange eingreiht und standen nach circa zwanzig Minuten vor einer der drei Kassen. Im Prinzip eine Chance von 1:3 die schnellste Kasse zu erwischen, doch leider lag ich mit meiner Einschätzung falsch, so daß wir weitere sieben Minuten warten mussten. Wenigstens haben wir nun genug zu essen und zu trinken.

Ich wünsche allen einen schmerzfreien Rutsch ins neue Jahr und viel Erfolg in 2008!

Klassentreffen und die VAG

So schnell wird mich die Mojito Bar am Weinmarkt nicht mehr als Kunden begrüßen. Die Bedienung war unfreundlich, die Wartezeiten inakzeptabel und die Bestuhlung für zwei reservierte Tische unzureichend. Lassen wir mal die Tatsache außen vor, dass mich die Bedienung noch um fünf Euro betrügen wollte. Ansonsten war das diesjährige Klassentreffen aber wie immer eine lustige Veranstaltung. Lustig und interessant zugleich. Zwar hätten etwas mehr Leute anwesend sein können, doch das störte nicht weiter. Was sich innerhalb von sieben Jahren so verändert ist bemerkenswert. Die ehemaligen Mitschüler sind querbeet in Deutschland verteilt, haben teilweise Auslandserfahrung in Ländern wie Kuba oder Katar und einige stehen vor ihrem Doktortitel oder streben einen solchen an. Schön auch, dass ich mich mit Leuten unterhalten konnte, zu denen ich während der Schulzeit kaum Kontakt hatte. Nach der Mojito Bar zogen wir noch ins Downtown weiter, das wir aber aufgrund von Überfüllung wieder sofort verließen. Letztendlich verbrachten wir die Nacht in der Saigon Bar. Die Bilder zum Klassentreffen gibt’s hier.

Enttäuscht hat mich gestern Abend die VAG. Überpünktlich stand ich an der Haltestelle, um am Automaten ein “Tages Ticket Solo” zu lösen. Meinen 20-Euro-Schein verweigerte der Automat drei Mal. Erst dann merkte ich, dass nur Kleingeld und Fünf- bzw. Zehn-Euro-Scheine angenommen werden. Das ist absolut unbegreiflich und hat mit Service und Kundennähe nicht das Geringste zu tun. Die Straßenbahn fuhr mir vor der Nase weg und nachdem ich keine zwanzig Minuten warten wollte, rief ich ein Taxi. Danke, VAG!

Die letzten Tage im Jahr

Interessanterweise fühle ich mich gar nicht so wie in der Weihnachtszeit. Das könnte daran liegen, dass ich weder Adventskranz noch Weihnachtsbaum aufgebaut habe und derzeit soviel zu tun habe, dass keine Zeit für ein gewisses Weihnachtsfeeling bleibt. Ich bin guter Dinge, dass sich das zu Heiligabend ändern wird. Zum einen haben wir im Breakfast Club eine lustige Weihnachtssendung, in der wir mit Blockflöte und Gitarre musikalisch einstimmen werden, zum anderen geht es anschließend gleich nach Leipzig zu Katharina und ihrer Verwandtschaft.

An dieser Stelle möchte ich allen Besuchern dieses Blogs ein tolles Weihnachtsfest 2007 wünschen!

Weihnachtsstimmung

Überraschenderweise war es in der Stadt heute weniger voll als erwartet. Von einem Weihnachtschaos in der letzten Woche vor Heiligabend, habe ich jedenfalls nichts gemerkt. Dazu muss ich erwähnen, dass ich den Hauptmarkt allerdings gemieden habe. Meine Suche nach einer neuen Hose war wie immer weniger erfolgreich. Es scheint mir so, als hätte ich ein unglaublich bescheidenes Waist/Length-Verhältnis. Frustrierend ist sowas. Das Schlendern durch die Stadt war summa summarum trotzdem schön. In der letzten Woche war ich nicht außer Haus, so hat das auch mal wieder gut getan – auch der erste Glühwein in diesem Jahr.

Weihnachten verbringe ich in diesem Jahr erstmals mit Katharina, in Leipzig.

Wenn du aus dem Schlaf gerissen wirst

Seit nunmehr fast einer Woche schleppe ich eine Erkrankung der Atemwege mit mir herum. Wieder einmal hat es sich bewahrheitet, dass man sich auskurieren sollte, bevor man in die Arbeit geht. Nach zwei Tagen Morgensendung geht es mir wieder dementsprechend schlecht. Es ist ja nicht so, dass es mir am Montag und Dienstag gut ging, aber immerhin stimmlich besser als Petra, die derzeit kaum nen Ton rausbringt. Meine Mandeln sind jetzt wieder zu, ich habe wieder starke Schluckschmerzen, und nach einer halben Stunde Halbschlaf hat mich soeben der Husten aus der Traumwelt gerissen – wie schon in den letzten Nächten, nur noch eine Nummer intensiver. Einen solchen Hustenreiz hatte ich schon Jahre nicht mehr. Seit fast 12 Stunden habe ich bewusst kein Wort mehr gesprochen, um mich zu schonen, aber der Husten beansprucht meine Kehle wohl mehr als jedes Wort. Eigentlich führt morgen an einem Arztbesuch kein Weg vorbei, aber vermutlich schlafe ich bis mittags, um den versäumten Schlaf irgendwie nachzuholen. Und nachdem morgen Mittwoch ist sind die Praxen danach geschlossen. Auch auf das Pflegen von Katharina muss ich vorerst wieder verzichten, sie ist heute wieder nach Wismar gefahren. Das war wirklich Gold wert die letzten Tage. Vielleicht jammere ich zuviel in diesem Blogeintrag, aber schön ist das alles im Moment nicht.

Plötzlich stand sie da

Der ein oder andere wird vielleicht gehört haben, dass ich krank bin. Schon am Dienstagabend haben sich Halsschmerzen bemerkbar gemacht, in der Nacht kam dann Fieber hinzu. Eine Mandelentzündung ist da. Nachdem ich die Sendung am Mittwoch noch hinter mich brachte, ging meine Temperatur wieder nach oben, so dass ich mich dazu entschieden habe heute und morgen zu Hause zu bleiben. Überraschenderweise klopfte es am Mittwochmittag an meiner Tür und Katharina stand vor mir, zwei Tage früher als erwartet. Auf der einen Seite natürlich schön meine Süße bei mir zu haben, wenn ich krank bin, auf der anderen Seite natürlich blöd, weil wir nichts machen können. Ich hoffe nur, dass ich bis zu meiner Geburtstagsparty am Samstag wieder halbwegs fit bin. Die Halsschmerzen sind heute stärker als gestern, dafür ist das Fieber zum Glück weg.

Noch ein Jahr vorbei

Soeben komme ich von einem kleinen Inder in Fürth, wo ich unter anderem mit BA im kleinen Rahmen meinen Geburtstag gefeiert habe. Die eigentliche Party ist für kommenden Samstag angesetzt und die Gästeliste hierfür wird immer voller. Knapp 30 Leute haben fest zugesagt, mehr als ich anfänglich dachte. Im Sender wurde ich morgens um kurz nach fünf von Anja und unserer Praktikantin Caro überrascht. Als ich die Redaktion betrat, befand sich eine kleine Kerze auf meinem Schreibtisch nebst kleinen, eingepackten Süssigkeiten. Das hat mir den Tag echt versüßt – im wahrsten Sinne des Wortes. Auch meine Mutter hat mich heute besucht, um mich mit nebenstehendem Blumenstrauß zu beglückwünschen. Sehr gefreut haben mich auch die zahlreichen Kommentare und Gästebucheinträge auf allen möglichen Netzwerk-Communities. Vielen Dank an alle, die mir nette Botschaften hinterlassen haben. Auch wenn ich an Geburtstagen oft etwas nachdenklich bin, freue ich mich auf das neue Lebensjahr.

Asus Eee PC – Eine neue PC-Generation entsteht

Dem ein oder anderen wird vielleicht das Projekt “One Laptop Per Child” ein Begriff sein. Hier wird kostengünstig versucht Ausbildungseinrichtungen, vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern, 100-Dollar-Notebooks zur Verfügung zu stellen. Kindern soll der Zugang zu einem Computer erleichtert werden und der Rechner als freie Wissensdatenbank fungieren. Bislang konnte man diese Geräte nicht frei erwerben, da sie für oben genannte Zielgruppe vorgesehen sind. Wer allerdings möchte, kann für 399 US-Dollar einen solchen 100-Dollar-Laptop kaufen und spendet damit einen weiteren einem bedürftigen Kind. Das Angebot gilt für die USA und Kanada und ist bis Ende des Jahres begrenzt. Da dieser auch als XO-Laptop bekannte Rechner aber speziell für Kinderbedürfnisse konfiguriert ist, kommt er für den Normalgebrauch eher nicht in Frage.

Eine Alternative kommt aus dem Hause Asus. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich neulich zum ersten Mal vom Asus Eee PC hörte. Ich wurde über einen Artikel in der aktuellen Ausgabe der c’t darauf aufmerksam. Der Eee PC wird vom Hersteller selbst weder als Notebook noch als Subnotebook bezeichnet. Vielmehr scheint er die Lücke zwischen PDA und Subnotebook zu schließen und eine neue Geräteklasse darzustellen. Auf eine große Festplatte müssen wir allerdings verzichten. Das erste Modell, das ab Ende Dezember bei uns vertrieben wird, kann nur einen 4 GB großen Flashspeicher vorweisen. Davon belegen alleine das Betriebssystem Xandros Linux und die mitgelieferten Anwendungen 2,3 GB. Wem der magere Speicherplatz von 1,4 GB nicht ausreicht, kann ihn über den SD-Speicherkartenslot erweitern oder einen von insgesamt drei vorhandenen USB-Ports nutzen, um eine externe Festplatte anzuschließen. Auch W-LAN unterstützt der Eee PC und verfügt darüber hinaus über einen Ethernet-Port, um sich auch via Kabel an ein vorhandenes Netzwerk anzubinden. Der Prozessor ist ein Singlecore Intel Celeron-M ULV 353 mit 900 MHz Taktfrequenz. Hier hätte ich mir vielleicht noch einen Tick mehr vorstellen können.

Das Gerät ist klein und handlich. Es wiegt weniger als der aktuelle “Harry Potter”-Band (< 1kg). Der Eee PC ist lediglich 22,6 cm × 16,4 cm × 2,6 cm groß und kann somit überall mitgenommen werden. Gespannt bin ich auf das 7-Zoll große Display und auf die Tastatur. Reichen sieben Zoll aus, um ordentlich arbeiten zu können? Diversen Testberichten zufolge ja!

Der Eee PC ist eine sehr spannende Angelegenheit und es bleibt abzuwarten, wie ich sich der PC-Markt dadurch verändern wird. Katharina lässt sich einen zu Weihnachten schenken und nachdem ich ihn ausgiebig getestet habe, werde ich hier davon berichten.