Schade Holland, alles ist vorbei!

por-hol1.jpgMit einem 1:0 kicken die Portugiesen Holland aus der WM. Aber was für ein heftiges Spiel! Pirner und ich sahen das Spiel im Block 33, Reihe 1.

Der Schiedsrichter, Valentin Ivanov aus Russland, hatte keine Kontrolle über das Spiel, ließ es mehrfach unnötig eskalieren, übersah folgenschwere Fouls, griff immer wieder zu falschen Karten. Kein Wunder, daß sich die Spieler auf dem Feld fast geprügelt hätten. Vier gelb-rote Karten sorgten am Ende für eine 9-gegen-9-Situation und einen Rekord in der WM-Geschichte. Obwohl die Holländer über weite Teile des Spiels in Überzahl waren, gelang es ihnen nicht, die Kugel zu versenken.

Wenn es eine Mannschaft trotz solcher Vorteile nicht schafft einen Ausgleichstreffer zu erzielen, scheidet sie mit 1:0 zurecht aus dem Turnier aus. Valentin Ivanov scheidet hoffentlich ebenfalls aus – aus dem Schiedsrichterkader der FIFA.

OHNE HOLLAND FAHR’N WIR NACH BERLIN!

Was kostet ein Ball?

Er ist die neue Entwicklung von adidas und das Markenzeichen der diesjährigen FIFA Weltmeisterschaft: “Teamgeist”, der offizielle Matchball. Schon weit vor der WM sorgte der neue Ball für Furore. Präsziser schießen könne man, genauer fliegen soll er. Nur an die Torhüter hat wohl niemand gedacht. Diese beschweren sich darüber, daß der Ball flattern würde, schwieriger zu halten sei.

Den zugegebenermaßen eleganten “Teamgeist” gibt es in allen möglichen Variationen zu kaufen. Die Preisspanne liegt hierbei zwischen 3 Euro für die Miniversion und weit über 300 Euro für eine Goldausführung des Balls, die einmalig beim Finale in Berlin eingesetzt wird. Außerdem im Sortiment sind die Bälle mit Aufdruck der jeweiligen Spielpaarung. So zahlt man beispielsweise für einen der Eröffnungsbälle (Deutschland – Costa Rica) bei ebay derzeit einen Summe von 149 EUR.

Ein weiteres Mal zeigt die FIFA, wie man das Geld rausschleudern kann, indem sie für jedes Spiel zig Bälle branden. Wer weiß, wo diese nach den jeweiligen Spielen landen?

Ghana – USA 2:1

ghana-usa1.jpgEs war das erste WM-Spiel, das ich jemals live im Stadion erlebt habe. Die 55 EUR für meine Karte in Kategorie 3 haben sich genauso gelohnt, wie die lange Wartezeit im virtuellen FIFA Wartezimmer. Die Stimmung war von Beginn an klasse. Zahlreiche Amerikaner sind angereist, bei den Fans aus Ghana sind leider nicht so viele mitgekommen. Doch Ghana war merklich der Symphatieträger der deutschen Fans. Ich weiß nicht mehr wie oft ich mit aufgestanden bin und “Steht auf, wenn ihr (für) Ghana seid…” gesungen habe. Leider hat die Leistung von Schiedsrichter Markus Merk etwas enttäuscht. Das hat der Stimmung und diesem einmaligen Event jedoch keinen Abbruch getan. Spielerisch konnten sich beide Mannschaften behaupten und lieferten dem mit 41.000 Zuschauern ausverkauften Frankenstadion ein Vorrundenspiel, das sich sehen lassen konnte. Vielleicht kann ich noch Karten für das Achtelfinale am Sonntag ergattern.

Die Bilder des Events werde ich die kommenden Tage hochladen. Ebenso habe ich einen kleinen Stimmungsbericht gedreht, den ich am Wochenende hier veröffentlichen werde. Muss das Material noch auswerten und zusammenschneiden. Leider hat mich meine Digicam nach dem Spiel in Sachen Akku im Stich gelassen, so daß ich die “Reportage” nicht zu Ende bringen konnte.

6 Tage Wismar

Ein schönes SchiffMein bisher längster Wismar-Aufenthalt liegt nun hinter mir. Es waren wieder einmal sehr schöne Tage und eine wundervolle Zeit mit meinem Schatz. Sogar wie ein Student durfte ich mich fühlen, als ich Katharina zu Werkstoffkunde und Mathematik in die Uni begleiten konnte. Das Essen in der Mensa der HS Wismar ist übrigens in der Tat sehr köstlich. Ich konnte mich davon fast jeden Tag aufs Neue überzeugen.

Wismar an sich lebt nicht wirklich. Ein Großteil der Geschäfte schließt bereits um 18 Uhr seine Pforten. Samstags steht man meistens bereits um 16 Uhr vor verschlossenen Ladentüren. Auch der ÖPNV läßt ziemlich zu wünschen übrig. Sonntags fahren teilweise gar keine Busse auf bestimmten Linien. Das beeinträchtigt die Wochenendplanung ungemein. Vielleicht ein kleiner Tipp am Rande für den EVB: Schult doch Eure Fahrer einmal auf Freundlichkeit und sozialen Umgang mit Menschen. Die Kunden werden es Euch danken. Mir ist zwar bewusst, daß die Mentalität im Norden nicht gerade die wärmste ist, aber was ich bisher erlebt habe, sprengt sogar mein Toleranzgrenze.

Trotz der oben genannten Einschränkungen findet man genügend Aktivitäten, die man auch in einer weniger belebten Stadt unternehmen kann. So haben wir am Freitag den ganzen Tag im Erlebnis- und Freizeitbad Wonnemar verbracht – inklusive des Wellnessbereichs, der unter anderem mit einer Saunalandschaft und Gesundheitsbädern überzeugt hat.

Das “Nachtleben” in Wismar zeugt von einer gewissen nicht vorhandenen Vielfältigkeit. Besucht haben wir zunächst das “Schwips“. Eine Location, in der schlechte 80er gespielt werden (Modern Talking, Fancy) und der DJ nach jedem Lied seinen Senf abgibt. Ich liebe es. Im “Schwips” geben sich übrigens auch Stars wie Roland Kaiser oder auch Roland Kaiser die Klinke in die Hand. Sogar Roland Kaiser soll einmal dort gewesen sein und die Damen mit seiner sinnlichen Stimme betört haben.

Nach schier unerträglichen 60 Minuten sind wir in den Mensakeller ausgewichen. Die Location sagte mir sofort zu. Auf zwei Ebenen kann man sich austoben, abtanzen oder einfach gemütlich einen Cocktail trinken und quatschen. Musikalisch waren eine 80er- und eine Mainstream-Area (so nenn ich sie mal) im Angebot. Und siehe da: 80er-Mucke kann auch gut sein!

Kutschen-KorsoAm Samstag wurden wir beim Besuch der Innenstadt von einer ungewohnten Menschenmasse überrascht. Ein Weltrekordversuch ließ sämtliche Rentner Wismars wieder zum Leben erwecken. Während der NDR mit immensem Aufwand eine Liveschaltung auf die Beine stellte, schlenderten wir durch die Stadt in Richtung Hafen und haben dabei den längsten Kutschen-Korso der Welt verfolgt. 235 Kutschen mit insgesamt 400 Pferden holten den Titel nach Mecklenburg-Vorpommern. Ich dagegen fand den Helikopter des Norddeutschen Rundfunks interessanter, der die Bilder live aus der Luft eingefangen hat.

Wie immer gehen auch die längsten und schönsten Tage einmal zu Ende und so bin ich wieder in Good Old Nuremberg. Doch kein Grund zur Sorge. Bald steht unser gemeinsamer Griechenland-Urlaub an.

Schönes Wetter

Vielleicht könnt ihr Euch noch erinnern, als ich Wismar als nicht wintertauglich eingestuft habe. An diesem verlängerten Wochenende ist es tatsächlich so, daß das Wetter endlich mal mitspielt. Heute war mein erster Tag an der Hochschule. Katharina hat mich in die Werkstoffkunde-Vorlesung und die Mathe-Übung eingeschleust. Bittere Erinnerungen an meine Schulzeit wurden ins Gedächtnis gerufen. Trotzdem eine interessante Erfahrung ohne Abitur einen Tag lang Student zu sein. Allerdings habe ich inzwischen wieder die Schnauze voll von Integralen und abgeleiteten Funktionen.

Das Essen in der Mensa war übrigens sehr lecker. Auf die Frage hin, ob ich auch Student bin, antwortete ich der Kassenkraft “Ja, aber leider habe ich meinen Studentenausweis vergessen”. Diese Antwort brachte mir den äußerst günstigen Studentenpreis von 3,15 EUR für ein gesamtes Gericht samt Nachspeise. Nicht umsonst ist die Mensa an der HS Wismar unter den Top 3 in ganz Deutschland (Stand 2004).

Kurze Auszeit

Ab morgen werde ich mir eine kurze Auszeit vom Radioalltag gönnen. Meine ersten freien Tage im Jahr 2006 stehen an. Diese werde ich in Wismar bei meinem Schatz verbringen. Nicht wundern also, wenn ich kaum erreichbar bin. Mein Handy hat sich heute verabschiedet. Ich kann nur noch via Freisprechen kommunzieren, man hört über die Ohrmuschel nichts mehr. Werde erst nach dem Kurzurlaub Zeit finden, das bei T-Mobile zu reklamieren.

Mein Studio wurde am Wochenende nahezu komplettiert. Mithilfe von Lehnert und BA habe ich den Akustik-Schaumstoff angebracht, der mein Zimmer größtenteils dämmt. Feinheiten daran werde ich ebenfalls ab Dienstag nächster Woche in Angriff nehmen. Wenn alles steht, gibt’s die ersten Bilder :)

Jetzt kann’s los gehen

Es ist schon ein besonderes Gefühl, die Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land zu haben. Auch wenn ich inzwischen nicht mehr so fußballfanatisch bin, freue ich mich auf die nächsten Wochen. Das Mitfiebern, die Stimmung und Emotion wenn die deutsche Mannschaft spielt, sind einfach einzigartig. Gespannt bin ich außerdem auf die Einschaltquoten des Eröffnungsspiels zwischen Deutschland und Costa Rica heute abend. Schließlich gab es im Vorfeld eine Berichterstattung, die alle bisherigen Dimensionen gesprengt hat. Die Weltmeisterschaft hat man nun nicht gerade oft im eigenen Lande.

Den Abend verbringe ich ab 18:00 Uhr bei Pirner, der zum WM-Grillen eingeladen hat. Leider wird das Vergnügen nicht Lange andauern, da ich direkt nach dem Spiel ins Brunswick fahre, um dort bis Mitternacht aufzulegen. Lustig wird’s trotzdem.

Dreckswetter

Mir fehlen einfach die Worte. Seit heute ist meteorologischer Sommeranfang und wir sitzen in verregnetem Herbstwetter. Nichts machen, außer daheim rumzusitzen und Trübsal zu blasen. Wenigstens habe ich zur Zeit genug um die Ohren, um nicht gänzlich in Depressionen zu verfallen.