Manchmal fragt man sich schon, wieviel Zeit Wissenschaftler haben müssen, um solche Theorien entwickeln zu können.
Wenn das Universum den Regeln von zellulären und/oder digitalen Automaten folgt, wie sie Wolfram und Fredkin entworfen haben, dann gibt es keinen Unterschied zwischen dem Universum und einer Simulation des Universums. Mit anderen Worten: Nach diesen Theorien “läuft” das Universum auf einem Computer.
Diese These vertritt der Amerikaner Ray Kurzweil, seines Zeichens Computerforscher und Experte für künstliche Intelligenz.
Also nochmal langsam: Wir Menschen und das ganze Universum sollen eine Simulation sein, nicht real? Wir sollen also quasi “Die Sims” von irgendwelchen anderen Wesen sein? Erfrischender Gedanke. Doch weiter im Text:
Meinen Modellen zufolge wird nicht-biologische Intelligenz gegen Ende dieses Jahrhunderts fähig sein, Billionen von menschlichen Gehirnen und sehr realistische Umgebungen zu simulieren. Ich glaube, dass wir die menschliche Intelligenz erweitern werden, indem wir uns mit der nicht-biologischen Intelligenz vermischen.
Das wird ja immer besser. Laufen wir also bald alle mit Chips im Hirn rum, die uns mehr Wissen und höhere Intelligenz verschaffen? Dummerweise bin ich ein Mensch, der über solche Theorien viel nachdenkt… Hat Ray Kurzweil vielleicht doch recht?!
Das gesamte Interview kann man bei SPIEGEL ONLINE nachlesen
4 Meinungen
#2 BA
Die Frage ist nur, wie man die Annäherung der elektronischen (Pseudo-)Intelligenz an die menschliche Existenz erreichen will. In meinen Augen gibt es zwei Wege, das zu erreichen:
Erstens hat man die Möglichkeit, durch immer genauere Analysen die Komplexität und die Vorgänge menschlichen Denkens und Handelns zu erfassen. Diese Denk- und Handlungsmuster können dann in elektronischen Hirnen implementiert werden, werden aber erst dann unvorhersehbar und realistisch reagieren, wenn man nahezu alle geistigen Vorgänge und Causalzusammenhänge erforscht hat – ob das möglich ist?
Zweitens gibt es die Möglichkeit, sich selbst organisierende Systeme zu entwickeln. Das kommt schon nahe an das positronische Gehirn eines Commander Data ran, eventuell könnte man dann solche Gehirne regelrecht “züchten”, wenn sie auf biologischer Grundlage basieren.
Aber die letztere Möglichkeit steht im Gegensatz zu Herrn Kurzweils These, weil er von digitalen Automaten spricht, die eine exakte und vorrausberechenbare Simulation liefern. In Computern gibt es keinen Zufall, nur dessen Simulation. Die noch viel komplexeren Vorgänge im menschlichen Gehirn wie Subjektivität, Bewußtsein, Meinung und Intuition wird diese Technik aufgrund der gegebenen Einschränkungen nur nachahmen, nicht aber tatsächlich verwirklichen können.
Siehe dazu auch:
http://www.heise.de/bin/tp/issue/dl-artikel.cgi?artikelnr=2161&rub_ordner=special&mode=html
#3 Monchen
Ich find sowas krass.
Wenn so etwas mal in Zukunft event. sein wird.
Hab mal darüber einen bericht gesehen.
Aber der gedanke wär echt genial.
Wenn wir mit chips im Hirn rumlaufen würden.
Dann wären der ein oder andere Mensch klüger. *fg*
Oder nicht? :-D +
Ich würde mit dabei sein als versuchs
Kaninchen
#4 BA
Die meisten Menschen würden durch die chipgesteigerte Intelligenz wahrscheinlich erst begreifen, was für einem Scheiß sie sich da unterzogen haben.
Flöten gingen dann bereits Individualität, Privatsphäre, der eigene Wille und nicht zuletzt die vielen kleinen Fehler, die uns menschlich machen.
Filmtipp zum Thema: Gattaca


#1 Stefan Lehnert
Also ich finde das sehr spannend ;-) Mag man dazu denken was man will, aber es hat was. Und zum Glück hat ein gewisser Ray Kurzweil den Mut, genau die Dinge einem Weltpublikum zu erzählen, die ich mir auch schon oft überlegt habe *g*